„Einfach“ laufen und die Sache mit der Motivation

„Was dich als Läufer definiert ist nicht, wie schnell du bist oder wie viele Meilen du laufen kannst. Was dich als Läufer definiert ist, dass du deine Schuhe schnürst, aus der Tür gehst und läufst.“ (unbekannt)

Demnach bin ich, sind wir alle, LäuferInnen. Solange wir es nur versuchen. Meine Beziehung zum laufen, im Sinne von: joggen, eine Hassliebe. Juchuu: draußen, frische Luft, Natur, wenig Equipment, tolle Schuhe. Doof: den Blutzucker vorher, währenddessen und danach gut einzustellen (fällt mir bei laufen & schwimmen schwer), Motivation zum weiter-joggen.

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Ich kann stundenlang sehr schnell gehen, walken, wandern. Beim joggen fehlt mir nach wie vor wahrscheinlich am meisten die Motivation. Aber es wäre doch schön, wenn… Deshalb war ich heute nach vier Wochen Lauf-Pause wieder unterwegs. Es hat für meine Verhältnisse sehr gut geklappt. 90% Kopfsache😉 Freudentanz gefällig?

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Es war sonnig, aber kalt. Die Ausrede „Draußen ist so kalt“ darf mich aber nicht stoppen. Mein Messgerät verpacke ich wintergemäß schön mollig warm. Und kleidungsmäßig? Kann das so aussehen:

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Ich hab mir jetzt vorgenommen, wieder öfter den Versuch zu wagen, zu joggen. Gerade im Winter, raus ins Kalte und tschüss. Heute hatte ich natürlich optimale Sonnenscheinbedinungen. Vielleicht hilft der Grundgedanke ja doch, „einfach“ weiter laufen, auch wenn’s zeitweise nicht einfach ist?! Kannst du dich gut zum laufen motivieren? Ob gehen, walken, joggen, laufen oder rennen: ich freu mich über Motivation, sodass ich irgendwann doch noch zur Super-Gazellen-Läuferin werden kann😉 „Einfach“ laufen? Grundsätzlich, so das Eingangszitat, ist jedeR von uns einE LäuferIn, solange man die Beine bewegt. Fern von Idealvorstellungen, Zeitdruck, Hektik, Luftproblemen. Mit ein wenig Übung klappt’s bestimmt. Hoff ich😉 Denn der nächste Diabeteslauf kommt bestimmt!

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Bis dann, Beate

 

 

Aufreger der Woche: Mein Scheißtag

Der Wurm ist drin. So richtig. Heute ist einer der wenigen Tage im Jahr, die im Laufe immer schlechter geworden sind. Erst total gerädert und mit Kieferverspannungen aufgewacht. Toll, im Laufe der Nacht wohl geknirscht. Nase leicht zu, Stimme rau, müde, müde, müde. Dann wohl heute kein Sport, das Probetraining im Fitnessstudio cancle ich. Komme nicht in die Gänge, lese in der ZEIT über die AfD und anderen Mist. Zeit vergessen, Hektik, Stress, 1000 Kleinigkeiten erledigen dauert länger als gedacht.

Irgendwann zur Sprechstunde in der Uni, Begründung anhören für die Note des Gutachtens. Die Note war schlechter als erwartet, die Begründung dafür unterirdisch. Trotz Bemühungen des Dozenten, mir das ganze verständlich zu machen – ich verstehe es immer noch nicht. (Wir wissen alles, was die Formel „Er [hier: der Dozent] war stets bemüht“ bedeutet!) Nach dem Gespräch gehe ich das Gutachten nochmal durch, finde teilweise vom Dozent benannte Punkte, zum größtenteil nicht. Rege mich sehr sehr auf. Chatte mit zwei Freundinnen, die mich unterstützen. Wir überlegen, wie ich weiter vorgehen kann und z.B. das nächste Gutachten besser machen könnte. Eine Tafel Schokolade später: Wenigstens der Blutzucker reagiert verhältnismäßig gut, konstant bei 140 – 160mg/dl. Für mich sehr gut bei emotionalem Stress. Dafür gesellen sich jetzt Vorzeichen einer Migräne dazu, die schlechte Laune geht wohl heute auch nicht mehr weg. Telefonat mit meiner Schwester, viel mimimimi und Meckerei von mir, was auch sonst. Ich nehme eine Tablette gegen die Migräne.

 

Die Kopfschmerzen sind da, mir wird schlecht und flau im Magen. Ich muss raus. Nieselregen, kein Mensch lächelt. In die Stadt, Kalender kaufen, Bücherei. Treffe dort eine Bekannte mit ihren zwei Kindern, die mir begeistert von ihren Büchern erzählen. Die schlechte Laune bessert sich kurzzeitig, wandelt sich später in Traurigkeit und Enttäuschung. Über mich, das Gutachten, das Wetter, es findet sich überall was. Ich muss los, bekomme Salat geschenkt und eine Umarmung von einer guten Freundin. Die Kopfschmerzen werden langsam weniger.

CUT

Mimimi. Ich sitze zuhause, an diesem Artikel, der vor emotionaler Kacke nur so strotzt. Muss auch mal sein, so ein Scheißtag. Eigentlich auch viel Gutes: Telefonate und Feedback von Menschen, die mir gut tun. Reflexion über meine Arbeit, mein Studium und meinem Verständnis von Leistung. Die Note war auch gar nicht so schlecht. Zu erwarten: Ein Abend mit Poetry Slam über YouTube, Harry Potter Band 1, Tee, Rest-Bauchschmerzen, Selbstmitleid und Ruhe.

Morgen ist ein neuer Tag.

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Insulinpumpenkolloquium & neueste STUDIE über das FREESTYLE LIBRE

Am Wochenende habe ich das 31. Insulinpumpenkolloquium der Diabetesklinik Bad Mergentheim besucht. Themen unter anderem: Tipps zur Berechnung der Fett-Protein-Einheiten (FPE), verschiedene Bolusraten, Kostenfinanzierung bzw. Übernahme von FGM/CGM und die IMPACT-Studie der Firma Abbott über das FreeStyle Libre. Spannend!

FPE

Nahrung setzt sich aus Kohlenhydraten, Fett und Protein (Eiweiß) zusammen. Auch Fett und Protein werden, zeitlich verzögert, zu Glukose umgewandelt. Wenn der Anteil der Fette und Proteine über dem Anteil der Kohlenhydrate liegt, steigt der Blutzucker zeitlich verzögert an. So zum Beispiel zu beobachten nach Mahlzeiten, für die man erst einmal denkt, man müsse keine BE berechnen: Hülsenfrüchte, Steak mit Kräuterbutter, etc… Nach einigen Stunden steigt der BZ dann doch an und zack! Kurve versaut. Wie kann ich also vorgehen?

1 FPE = 100kcal Fett + Protein

1g Fett = 9 kcal

1g Protein = 4 kcal

1g KH = 4kcal

Beispiel: Enthält die Nahrung 288 kcal, teilt man 288 : 100 und erhält dann 2,8 FPE, aufgerundet 3 FPE. FPE = KH? Nein! Es wird empfohlen, sich erstmal an die Berechnung der FPEs ranzutasten. Beispielsweise für 3 FPE eine Einheit KH zu berechnen. Das Insulin muss natürlich verzögert abgegeben werden, da die Nahrung lange braucht, bis sie in Glukose aufgespalten werden kann. Eine späte post-prandiale (nach Mahlzeit) Erhöhung kann auch auf einen hohen Anteil von Ballaststoffen zurückzuführen sein. Bitte klärt die Dosis und Insulinverteilung mit euren DiabetologInnen ab.😉 Ich berechne bei einer Pizza z.B. „aus dem Bauch heraus“ einfach eine BE mehr für das Fett, verzögere mit dem Multiwave/Dual-Bolus für max. 4 Stunden und fahre damit sehr gut.

IMPACT-Studie der Firma Abbott

Zwei Jahre ist das Libre jetzt auch dem Markt. Ein paar Infos, die ich mir mitgeschrieben habe, hier für euch zusammengefasst:

  • Das Libre NICHT (wie in vielen Foren empfohlen) 12 – 24 Stunden vorher anlegen. Die Nadel ist nicht für solch eine Liegedauer gemacht UND (was viel wichtiger ist), es fehlt der elektrische Impuls…somit kann es zu Abweichungen kommen. Der elektrische Impuls aktiviert den Sensor und ist das erste Scannen.
  • Abbott rät von Blasenpflaster, etc ab, um Hautreaktionen zu vermeiden. Die Länge des Sensors ist nur 5mm, allein die Länge könnte damit zu kurz werden. Aber: Abbott MUSS natürlich von solchen Ideen abraten, da sie diese nicht getestet und evaluiert haben😉
  • Um empfindliche Haut zu schützen, empfiehlt Abbott Sprühpflaster wie die Marke Cavilon
  • Statistik: Die Studie belegt, dass die Werte 63% mehr im Zielbereich liegen als bei den reinen herkömmlichen BZ-Messungen. Die Scans der Studie waren im Schnitt 15,1Scans/Tag, BZ-Messungen bei der Kontrollgruppe 5,5Messungen/Tag!
  • Der Hba1C der Studienteilnehmer mit Libre konnte gehalten werden, obwohl die Hypos wesentlich reduziert werden konnten

Mein Fazit: Da ich gerne eine akustische Alarmfunktion hätte, beantrage ich bald ein CGM. An sich aber ein super Produkt (von vielen ja auch schon genutzt!) und ich überlege, ob ich es mir trotzdem hole…bis der Antrag durch ist, wird es sicher wieder ewig dauern.

Ausblick für CGM/FGM:

Sugarbeat – eine Innovation, die verspricht, mittels eines Pflasters den Gewebezucker zu messen und die Werte direkt an Smartphone o.ä. zu übermitteln. Kein Sensor unter der Haut. Geplante Markteinführung im Jahr 2017.

Das Eversense Produkt von Roche – ein für 3 Monate implantierter Sensor, gerade in der Testphase. Die Werte werden aufs Smartphone gesendet.

Bei beiden Produkten bin ich skeptisch, ob das für mich umsetzbar wäre. Es bleibt spannend!

All in all: Messen nicht vergessen.

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Viele Grüße, beate_putzt

 

P.S.: Empfehlenswerte Blogartikel zum Thema Hautreaktionen findet ihr bei Sascha von Sugartweaks!

Antjes Fazit über das Eversense System gibt’s auf suesshappyfit!

TOP #5,5 Lieder mit Diabetes Potential oder Songtext-FALSCHVERSTEHER

Klar, den TOP1 Song in Bezug auf DIabetes kennt wohl jeder. Habt ihr die nachfolgenden auch schon in Bezug auf Diabetes gehört?

TOP1) The Archies – Sugar, Sugar

„Sugar…oh honey honey you are my candy girl and you got me wanting you“ – Wer kann da schon ablehnen?

TOP2) Van Halen – Why can’t this be love?

„It’s got what it takes. So tell me why can’t this be love?“ – Ja lieber Diabetes, liebes Monster! Warum denn nun nicht?

TOP3) Ronan Keating – Life is a rollercoaster

„Life is a rollercoaster, just gotta ride it“ – So muss ich diese Blutzuckerkurven also sehen.😉 „You really got me flying tonight, hey sugar!“

TOP4) Johnny Cash – Hurt

„I hurt myself today to see if I still feel“ – Die perfekte Antwort auf „Tut das nicht weh?“

TOP5) Mavado – High Life

„We liv up di high life“ – Oh ja, das hohe Leben und trotzdem „everything nice“…kann vorkommen.

TOP5,5) The Diabetes Rap

Völlig außer Konkurrenz. „Pancreas don’t work and I don’t know why“

 

Welche Diabetes-Songs kennt ihr denn noch, die euch motivieren oder aufheitern oder völlig unpassend an den Diabetes denken lassen?

Viele Grüße, beate_putzt

 

Blogstöckchen

Diana von Dianas Foodblog hat mir das Blogstöckchen gereicht. Eigentlich sollte ich ja lernen.😉

1. Welche Jahreszeit gefällt dir am besten? Und warum?

Jede Jahreszeit mit passender Kleidung und viel draußen sein. Ich mag nur kein nass-kalt, das ist ja aber keine Jahreszeit😉
2. Was hälst du von dem keltischen Fest Halloween?

Nichts. Nervig.
3. Wie hat dein Blog dein Leben verändert?

Ich habe viele neue Leute kennengelernt (DANKE DEDOC :)) und noch mehr neue, tolle Blogs rund um Diabetes und andere spannende Themen gefunden.
4. Wenn du in die Vergangenheit reisen könntest, was würdest du an deinem Leben verändern wollen?

Hm, höchstens die schlecht geschnittenen Kurzhaarfrisur mit Daniel-Küblböck-Brille in der 7….das würd ich doch eher lassen.
5. Deine Lieblingsspeise?

Käsebrot🙂


6. Was macht dich glücklich?

Die kleinen Dinge: Sonnenschein, frische Luft, Kaffee,…! Auch ein frisch geputztes, glänzendes Küchenwaschbecken😉
7. Hast du auch noch andere Hobbys, außer Bloggen?😀

Neben essen (machen) und Kaffee/Wein trinken: Musik hören, Sport, lesen und…Überraschung für beate_putzt: manchmal auch putzen.
8. Was steht auf deiner To Do Liste auf Platz 1?

Hauptsächlich möchte ich bei meinen ToDos die meiste Zeit zufrieden sein. Heute: lernen, Lerngruppe und einkaufen.
9. Wo möchtest du jetzt gerade, in diesem Moment am liebsten sein?

In einem Café in der Sonne.
10. Was würdest du für 1 Million Euro tun?

Zuerst: ein tolles Dinner mit Freunden. Nach dem Studium entspannt ohne Geldsorgen reisen, mich komplett selbst finanzieren und etwas an Viva con Agua o.ä. abgeben.
11. Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?

Tierärztin. Vor allen Dingen NICHT Lehrerin. Was möchte ich heute werden? Lehrerin!😉

 

Das Blogstöckchen reiche ich weiter an Sarah (dia-beat-this.de), Max (diabetes&sport) und Tine (Icaneateverything). Warum diese drei? Die ersten beiden kenne ich leider immer noch nicht persönlich und ich bin neugierig, was sie zu berichten haben. Tine, weil sie seit kurzem eine eigene Kolumne im Diabetes Journal schreibt und sie vielleicht ein paar neue Erfahrungen in den Fragen weitergeben kann.🙂

Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man die Fragen selbst formulieren. Ich veränder ein paar, im Großen und Ganzen lasse ich sie aber gleich. There you go:

1. Welche Jahreszeit magst du am liebsten? Warum?
2. Wie verpackst du dein Diabeteszeug in den verschiedenen Jahreszeiten? (Gegen Kälte, Hitze, etc?)
3. Wie hat dein Blog dein Leben verändert?
4. Welches Vorurteil über Diabetes nervt dich am meisten?
5. Deine Lieblingsspeise?
6.
Was macht dich glücklich?
7. Hast du auch noch andere Hobbys, außer Bloggen?😀
8. Was steht auf deiner To Do Liste auf Platz 1?
9. Wo möchtest du jetzt gerade, in diesem Moment am liebsten sein?
10. Was würdest du für 1 Million Euro tun?
11. Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?

 

Viele Grüße, Beate